Hier finden Sie uns

Werner Hacker Rauchfangkehrermeister
Florianistraße 11-13
2563 Pottenstein

Kontakt

Rufen Sie einfach an Mo-Fr von 8:00-12:00 Uhr unter

 

Tel. +43 2672 82447                   Fax. +43 2672 82447 4

Mobil. +43 676 6901293

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Der Rauchfang

Der Rauchfang ist ein wichtiger Bestandteil des Hauses. Nur wenn er richtig funktioniert, erleben Sie in Ihrem zu Hause wohlige Wärme und richtige Geborgenheit.

Die Funktion des Rauchfanges basiert auf dem Kamineffekt (natürlicher Zug). Er erzeugt einen Auftrieb durch die im Vergleich zur umgebenden Luft leichtere Gassäule. Die geometrischen Parameter Höhe und lichte Weite des Rauchfanges müssen deshalb auf die zu fördernde Gasmenge und ihre Temperatur abgestimmt sein.
Die Strömung des Gases erzeugt durch den Bernoullischen Effekt im Kamin einen niedrigeren Luftdruck, als im den Fang umgebenden Raum. Dadurch wird verhindert, dass Rauchgase aus Feuerstätten in die Wohnbereiche dringen.

Damit die Rauchgase ordnungsemäß ins Freie abgeführt werden können muss der Fang dicht sein, um Störfaktoren wie zB. Falschluft zu vermeiden.

Wegen seiner sicherheitsrelevanten Funktion (Kohlenstoffmonoxidvergiftung, Rußbrandgefahr) ist der Rauchfang wie die Abgasleitung baurechtlich abnahmepflichtig. Die Abnahme und Überprüfung wird in Österreich durch den Rauchfangkehrer durchgeführt.

Planung des Fanges

Dimensionierung

Ein wichtiger Faktor bei der Planung ist die richtige Dimensionierung der Kamine. Dabei ist darauf zu achten, dass jede Heizanlage nur dann optimal funktioniert, wenn die Kamine einen auf die Anlage abgestimmten Querschnitt haben.
Die Position der Feuerstätte bestimmt die Anordnung des Kamines im Gebäude. Kurze, strömungstechnisch günstige Verbindungsstücke sind so möglich. Grundsätzlich benötigen Heizungen mit festen Brennstoffen größere Querschnitte als Heizungen, die mit Öl oder mit Gas als Brennstoff betrieben werden.

Kanalanschluss

Bei Heizkesseln der neuesten Generation, sowie bei Brennwertgeräten, fallen im Kamin größere Mengen an Kondensat an, welche bis an die Kaminsohle gelangen. Bei solchen Feuerstätten wurde auf Grund der großen Mengen von anfallendem Kondensat bereits vom Gesetzgeber eine Ableitung des Kondensates vorgeschrieben. Generell ist zu beachten, dass Kondensat und Niederschlagswasser eine entsprechende Entsorgung erfordern. Die Planung eines Kanalanschlusses ist hierbei erforderlich.

 

Deckendurchführung

Die Aussparung ist im Deckendurchgangsbereich einer Massivdecke allseitig ca. 3 cm größer als das Kaminaußenmaß auszubilden. Bei einer Holzbalkendecke muss der Abstand zu großflächig anliegenden brennbaren Bauteilen immer 5 cm betragen (produktabhängige Abstandsunterschiede sind möglich, daher bitte um vorherige Absprache). Der nach dem Einbau verbleibende Spalt ist mit einem nicht brennbaren Dämmmaterial dicht auszustopfen. Weitere Vorschriften z.B. betreffend Verputz entnehmen Sie bitte den jeweiligen Landesbauordnungen bzw. Landesvorschriften oder der geltenden Zulassung des verwendeten Kaminsystems.

 

Wanddurchführung

Eine geprüfte und für den Verwendungszweck zulässige Wanddurchführung reduziert den Abstand zu brennbaren Bauteilen im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise auf ein Minimum und erhöht durch den Einsatz von speziellen Brandschutzbauplatten den Brandschutz nachweislich. Die Sicherheit dieser Ausführung ist in aufwändigen Test- und Prüfverfahren nachgewiesen.

Die vereinfachte Handhabung bringt viele Vorteile. Durch die geringen Abmessungen entfällt u. U. ein Auswechseln des Holzständertragwerks. Die Wanddurchführung benötigt wenig Platz zum Einbau und lässt sich daher günstig platzieren. Der Einbau selbst kann auch nachträglich mit geringem Aufwand durchgeführt werden, die Veränderungen an der Bausubstanz bleiben im Rahmen und aufwändige Folgearbeiten wie das Verputzen lassen sich auf ein Minimum reduzieren.
Durch eine klare Montageanleitung und geprüfte Materialien werden fehlerhafte Anwendungen, wie bei herkömmlichen Wanddurchführungen, ausgeschlossen. Bewährte Materialien aus überdurchschnittlich resistenten Materialien gewährleisten maximale Sicherheit.

Beispiel System von Fa. Schiedel

 

         

IGNIS-PROTECT – die sichere Wanddurchführung durch brennbare Baustoffe
Für ein- und doppelwandige Verbindungsleitungen.

 
IGNIS-PROTECT eingebaut
(Schnitt durch Außenwand in Holzständerbauweise)

Notwendigkeit
Bei Rauchrohrdurchführungen durch Wände aus brennbaren Baustoffen, oder mit brennbaren Bestandteilen (z.B. Holzrahmen- oder Holzständer-bauweise) sind nach Musterfeuerungsverordnung, Feuerungsverordnung-en der Länder und DIN V 18160-1 die Wände im Umkreis von > 20 cm aus nichtbrennbaren, formbeständigen Baustoffen geringer Wärmeleit-fähigkeit herzustellen. Alternativ dazu, ist ein Abstand von umlaufend > 20 cm durch ein Schutzrohr aus nichtbrennbarem, formbeständigen Material sicherzustellen.

Produktbeschreibung
Schiedel IGNIS-PROTECT ist eine geprüfte Wanddurchführung aus spezieller Mineralwolle. Sie schützt brennbare Baustoffe und ist geeignet für ein- und doppelwandige Verbindungsleitungen von Regelfeuerstätten.
Sie bietet eine sichere, einfache und montagefreundliche Lösung für die Führung von Verbindungsleitungen durch Wände aus brennbaren Baustoffen. Hierbei wird die Anforderung der Feuerungsverordnung an eine maximale Oberflächentemperatur von 85°C bei einer Abgas-temperatur bis 450°C an angrenzende brennbare Baustoffe erfüllt. Zusätzlich wird bei einem Rußbrand die maximale Oberflächentemperatur von 100°C nicht überschritten.


Schnitt

Zulassungsnummer:
DIBt Berlin Z-7.4-3372

IGNIS-PROTECT ist ein monolithisches Bauteil und besteht aus einer für Schornsteinsysteme zugelassenen Mineralwolle (Rohdichte 120 kg/m3, Baustoffklasse A1 nach DIN 4102). Die Innenseite besitzt eine Aluminiumkaschierung, die Außenseite ist als Tragschicht für den Außenputz ausgebildet. Mit den herausnehmbaren Rohrschalen kann IgnisProtect an die Rohr-Innen-Ø 110, 130, 150 und 180 mm angepasst werden. Die fest eingebaute äußere Rohrschale hat an der Innenseite einen Überstand von 25 mm und schützt dadurch angrenzende Wand-verkleidungen (z.B. Gipskartonplatten) vor hohen Oberflächen-temperaturen.

Das Außenmaß beträgt B 565 x H 700 mm. Die Bauteildicke ist im 50 mm-Rastermaß von 150 bis 400 mm lieferbar. Die Breite entspricht dem Rastermaß von Holzständerwänden, so dass IGNIS-PROTECT schnell und einfach eingebaut werden kann.

 

IGNIS-PROTECT
Wanddurchführung durch brennbare Baustoffe, geeignet für Rohr-Innen-Ø 110, 130, 150 und 180 mm
 
Hinweis:
Weitere Abmessungen
auf Anfrage.

Bauteildicke
A mm
Art.-Nr. Außenmaß
mm
  Gewicht
kg/St.
150 271000150 565/700 6,0
200 271000200 565/700 8,4
250   271000250 565/700  10,5
300 271000300 565/700  12,5
350 271000350 565/700  15,0
400 271000400 565/700 16,7
 

 

Gebäudedichtheit

Ein Argument, das leider immer wieder gegen den Kamin eingesetzt wird, ist, dass der Kamin eine undichte Stelle in der Gebäudehülle darstellt.
Beim Blower-Door-Test wird bei einer Druckdifferenz von 50 Pa das Gebäude auf Dichtheit überprüft. In Oberösterreich zum Beispiel darf ein Niedrigenergiehaus dann nur noch einen Undichtheitsfaktor von 1,0 erreichen. Das bedeutet, dass innerhalb einer Stunde nur so viel Luft aus dem Haus austreten darf, wie das Volumen des umbauten Wohnraums ausmacht.

 

Angrenzende Bauteile

Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten kommt es beim Kamin immer zu Anschlüssen und Verbindungen mit anderen, angrenzenden Bauteilen.
Hier sind einige Grundsätze zu beachten. Generell dürfen brennbare Baustoffe nicht unmittelbar an den Kamin anstoßen. Das Ausmaß des Abstandes wird in den einzelnen Landesbauordnungen und Herstellerangaben festgelegt. Besonderes Augenmerk wird auch auf Putztüren gelegt. Auch hier gibt es in den Landesbauordnungen und bei den Herstellerangaben genaue Regelungen. 

 

 

Rauchfang-Typen und -Ausführungsvarianten

Da die verschiedensten Rauchfang-Herstellerfirmen unterschiedlichste Baureihen und Ausführungsvarianten in ihrem Programm haben, ist die genaue Fangtype in einem umfangreichen Kundengespräch (auf Wunsch vor Ort oder im Büro ) festzulegen.

Grundsätzlich gibt es ein-, zwei- oder dreischalige Fangsysteme mit den verschiedensten Materialschichten, Unter- und Überdruckfänge, feuchte-empfindlich oder -unempfindlich, Fänge, die durch Brandabschnitte führen dürfen, andere wieder nicht, Fänge, die die Ableitung von Rauch-/Abgasen von Gas-, Öl- und/oder Festbrennstoff-Feuerstätten ermöglichen und noch einige andere Kriterien, die eine genaue Absprache in der Planungsphase und vor allem vor dem Kauf des Fangsystemes erfordern.

Aufgrund dichter werdender Gebäudehüllen sind bei Öfen und Kaminen auch raumluftunabhängige Geräte im Handel, diese werden dann an dreischalige LAS-Rauchfänge angeschlossen. Der Ofen bezieht dann seine Verbrennungsluft durch den Zuluftschacht des Schornsteins von außen, statt sie wie normale Öfen dem Aufstellraum zu entnehmen.

Da in letzter Zeit immer öfter Kaminsysteme aus dem angrenzenden Ausland eingeführt und errichtet werden, ist speziell darauf hinzuweisen, dass diese meistens keine Zulassung für Österreich haben und daher nicht in Betrieb genommen werden dürfen. Ich bitte auch diesbezüglich unbedingt um Absprache vor dem Kauf, um Ihnen unnötige Mehrkosten und Aufwände zu ersparen!

 

Ihr Rauchfangkehrer steht Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite!